Emilie Girardin – Künstlerische Leitung

hat Regie und Dramaturgie in Barcelona studiert, bevor sie ihr Regiestudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg absolvierte, das sie 2018 erfolgreich abschloss. Sie gründete 2013 am Institut del Teatre in Barcelona das spartenübergreifende Studentenfestival “minifest”. Seit 2017 ist sie Mitkuratorin und Organisatorin der Überblau-Performance-Abende im Frappant. Was sie bei der Organisation solcher Veranstaltungen besonders bewegt, ist es, Menschen aus unterschiedlichen Landschaften zusammenzubringen und den interdisziplinären Austausch zu fördern.

TRANSCORNER ist für mich ein Anlass für unterschiedliche Begegnungen, für einen Prozess des Kennenlernens. Kunst als Schaffen ist meiner Meinung nach ein Prozess zur Beschleunigung zwischenmenschlicher Verhältnisse. Sie lässt uns persönlich werden, sie macht unsere dunklen und hellen Seiten sichtbar. Genau das macht sie so spannend: jede*r hat etwas zu sagen. Egal wo wir gelebt haben, welche Sprachen wir sprechen, oder wie wir in der Hansestadt gelandet sind: jetzt teilen wir alle eine Gegenwart, die wir zusammen verändern können. Und das ist es, was wir mit TRANSCORNER machen wollen: die Stadtlandschaft verändern und sie in einen Raum der kreativen Kommunikation verwandeln.

Markus Posse – Künstlerische Mitarbeit

hat Szenische Künste in Hildesheim, Schauspiel in Málaga und Performance Studies in Hamburg studiert. Schon während des Studiums hat er mit Künstlerkollektiven wie Rimini Protokoll und dem Zentrum für Politische Schönheit zusammengearbeitet, sowie eigene Inszenierungen auf der Schwelle von Performance, Installation und Theater entwickelt. Derzeit arbeitet er als Performance-Macher und Dramaturg in Hamburg und Berlin und forscht zum Thema „Kunst und Mediation: Ästhetisches Handeln als diplomatischer Prozess“.

TRANSCORNER bedeutet für mich, einmal mehr die Komfortzone des Alltäglichen zu verlassen und die Räume, die wir alle betreten, neu zu erforschen. Das öffentliche Leben besteht aus sozialen Verabredungen, geregelten Bahnen und DO’s und DON’Ts. Dass diese stillen Agreements meistens ein fataler Kompromiss sind, merken wir oft genug im Angesicht von Ausgrenzung und Diskriminierung von allen, die sich nicht genau an diese Verabredung halten. Die Kunst ist ein wichtiges Mittel, gegen die „scheinbare Normalität“ anzukämpfen und die Schönheit des Eigentümlichen herasuzukehren. Meine Vision von Transcorner ist daher, dass sich Menschen spontan treffen, um gemeinsam die Straßen zu bespielen, bunt zu machen, Risiken in Kauf nehmen und das Leben gemeinsam genießen.

Emilia Macchi – Leitung Mehrsprachiges Textlabor

Emilia Macchi kommt aus Santiago de Chile. Sie hat Hispanistik studiert und sich auf lateinamerikanische Literatur und Dramaturgie spezialisiert. Nach Abschluss des Studiums hat sie bei einer Zeitschrift an der Universidad Católica als Redaktionassistentin gearbeitet. Schon bald entdeckte sie ihre Berufung im Entwickeln von integrativen künstlerischen Projekten. Sie fing an für die NGO „Ventana de Color“ zu arbeiten, mit der sie Theater und Kunst in weniger privilegierte Stadtteile Santiagos brachte. Dort bekam sie auch die Möglichkeit, einen Schreibworkshop für Schüler*innen zu leiten, der so großen Erfolg feierte, dass sie sich entschied, das Konzept mit ihrem Künstlerkollektiv „Grupo Weye“ weiter zu verfolgen. Sie entwickelten eine Form kostenloser Schreiblabore über einen Zeitraum von jeweils drei oder vier Monaten, bei denen die Schüler*innen kreativ sein durften und über das Thema Literatur reflektieren konnten. Zum Abschluss jedes Workshops wurden die Ergebnisse in einem kleinen Buch publiziert, von dem es bereits vier Ausgaben gibt. Seit Oktober 2017 lebt Emilia Macchi in Barcelona, wo sie ihr Masterstudium der Theaterwissenschaften am Institut del Teatre der Universitat Autònoma de Barcelona absolviert.

Emilia Macchi is orginally from Santiago, Chile. She studied Hispanic Philology and deepened in Latinoamerican Literature and Dramaturgy. Once graduated, she worked in small art magazines and as a publication assistant at the Universidad Católica of Santiago. It was at this point of her life that she realised that her vocation was developing creative processes which would allow communitarian participation. She worked with an NGO called «Ventana de Color», with which she took art and theatre to the most humble sectors of Santiago. This NGO gave her the chance of leading creative writing workshops for young students, and the results were so good that she created an organisation, the “Grupo Weye” to systematize this way of teaching. They offer free workshops for three to four monts, where they share literary creation and reflect upon literature with their students. After every cycle they make a publicaction to show and share the work of the students. The project grew and we have 4 publications. Since October 2017, she is living in Barcelona, where she is studying Theater Studies at the Universitat Autònoma and the Institute del Teatre of Barcelona.

Shkoon – Leitung Soundlandschaft Hamburg

„„Wir fühlen uns gut, wenn wir live performen, auf der Bühne improvisieren und mit unseren Zuhörer_innen interagieren können. Wir lieben es, gute Vibes um uns herum zu verstreuen, einfach um beweisen zu können, dass Musik der wahre Schlüssel zum Frieden ist!“ Ameen, Thorben und Maher sind eigentlich aus Versehen in Hamburg aufeinander getroffen. Sie kommen von unterschiedlichen musikalischen Kontexten und haben ihre eigene Handschrift entwickelt, indem sie arabische Klänge mit traditionnellen Folk-Songs und klassischen Harmonie-Strukturen verweben. Orientalische Melodien treffen auf okzidental Elektro. Klavier, Geige, Synthesizer, Percussion und Gesang finden eine neue Heimat im „oriental slow-house“. Diese Mischung aus unterschiedlichen Stilrichtungen mündet in einer Art von Musik, die dich fortträgt, egal woher du kommst. Manchmal klingt sie deep manchmal klingt sie soft. Sie kann dich genauso zum träumen einladen wie zum weinen bringen. Tanz, sing mit oder schließ die Augen und fühl, wohin es dich trägt…

“We feel good with performing live, improvising on stage and interacting with people. We love to spread positivity around, just to proof that music is the true key of peace!“ Ameen, Thorben and Maher met by coincidence in Hamburg. They come from different musical backgrounds and developed their own signature mixing arabic scales and traditional folk songs with classical harmonic structures – Oriental melodies partner up with occidental electronics. Piano, violin, synthesizers, percussion and vocals find their new home in oriental Slow-House. This fusion of different styles results in a kind of music that takes you away, no matter where you are from. Sometimes it´s deep, sometimes it´s mellow. It can make you dream and it can make you weep. Dance and sing with joy or close your eyes and feel what lies beneath.

Kathrin Wildner/metroZones – Leitung Soundlandschaft Hamburg

Stadtforscherin, Ethnologin, Forschungsaufenthalte in New York, Mexico City, und Istanbul und promovierte an der Universität Hamburg über den Platz Zócalo in Mexico City. Sie arbeitet als Stadtforscherin in internationalen Zusammenhängen, unterrichtet, publiziert und nimmt an Ausstellungen teil. Seit 2007 ist sie Mitglied von “metroZones – Zentrum für städtische Angelegenheiten” in Berlin. Zur Zeit ist sie Professorin für kulturelle Praxis an der HCU in Hamburg. In ihren Forschungen über Stadt benutzt sie Sound als Methode und Vehikel um mehr über urbane Räume, deren Benutzung, über verschiedenste Akteure in der Stadt und ihr Miteinander zu erfahren.

Urbanist and ethnologist, Kathrin Wilnder leaded researches on urban space in New york, Mexico City and Istanbul and was awarded a doctorate at the University of Hamburg for her work on the Zocalo square in Mexico City. She works as an urban researcher in an international context, teaches, publishes and participates in different artistic productions (expositions, sound installations, etc.). Since 2007, she is Professor of cultural practice at the Hafen City University of Hamburg. In her researches about citites and urban life, she uses sound as a method and vehicle to understand more about urban spaces and their use as about different actors in the city and the way the interact with each other.

www.kwildner.net